Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung?


Viele von Ihnen sind sicherlich schon über den Begriff Gefährdungsbeurteilung (GBU) gestoßen oder haben schon eine oder mehrere gelesen, gesehen oder erstellt. Oft bleibt das Wort Gefährdungsbeurteilung für viele nur ein Wort, obwohl Gefährdungsbeurteilungen im betrieblichen Kontext eine wichtige Rolle spielen. Unabhängig von der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften befinden sich in einem Unternehmen potenzielle Gefahren, die in einer GBU beschrieben, untersucht und eingeschätzt werden.

Die Form oder Art und Weise wie eine Gefährdungsbeurteilung erarbeitet werden soll ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Durchführung und somit eine Gefahrenanalyse der Ereignisse, Aufgaben und Tätigkeiten in einem Unternehmen schon. Denn nach DGUV Vorschrift 1 §3 muss der Arbeitgeber Gefährdungen entsprechend §5 Absatz 2 und 3 ArbSchG ermitteln und daraus Maßnahmen ableiten entsprechend §2 Absatz 1 ArbSchG.
Ziel dieser Maßnahme ist es potenzielle Gefahren zu minimiert oder unschädlich zu machen, damit es zu keinen Personen oder Sachunfällen kommt.

Wie erstelle ich eine Gefährdungsbeurteilung?


Da Form und Fassung nicht vorgeschrieben sind gibt es nicht nur den „einen“ richtigen Weg zur Gefährdungsbeurteilung, daher existieren viele Vorlagen, Muster sowie Programme im Internet die bei der Erstellung einer GBU unterstützen und helfen. Im Kern und als roter Faden haben sich diese sieben Schritte bewährt:

1. Gefährdungsbeurteilung vorbereiten.
2. Gefährdungen ermitteln.
3. Gefährdungen beurteilen.
4. Festlegung konkreter (Arbeitsschutz-)Maßnahmen.
5. Umsetzung der zuvor festgelegten Maßnahmen.
6. Überprüfung der Maßnahmen und deren Wirksamkeit.
7. Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung.

Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz


Besonders im Bereich Brandschutz werden oft die Gefahren unterschätzt, dabei können die Schäden und Auswirkungen bei einem Brand schnell ein großes Ausmaß annehmen. Nach der Brandschadenstatistik 2019 vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung liegt das menschliche Fehlverhalten bei 22 % als Verursacher. Hinzu kommen 10 % durch offenes Feuer, Selbstentzündung, Feuergefährliche Arbeiten und Explosion sowie 9 % durch Überhitzung. Führt man sich als Unternehmer und Arbeitgeber diese Zahlen vor Augen, so empfehlen wir neben der Ausbildung von Brandschutzhelfern, die Erstellung einer Brandschutzordnung die Beurteilung von Gefahrenquellen anhand von Gefährdungsbeurteilungen.

Was können mögliche Gefahren sein?



Mögliche Gefahren im Bereich Brandschutz können sein:
1. Elektrische Betriebsmittel
2. Akkugeräte
3. Der Mensch
4. Brandstiftung 5. Hitzestau
6. Explosionsgefahr
7. Hitze- Schweißarbeiten

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