Für viele ist Feuer ein unangenehmes Thema und wird am liebsten ignoriert. Oft begegnen wir bei unseren Terminen und Hinweisen, der Haltung „hier brennt es nicht“, „es ist noch nie etwas passiert“ oder „was soll hier schon brennen“. Leider zeigen unzählige Beispiele aus den Medien und der Praxis, dass immer mit einem Feuer beziehungsweise Brand zu rechnen ist.

Brandlehre

Jeder definiert „Brand“ individuell, wobei wir uns im folgenden Text auf die DIN 14011 beziehen. Gemäß der DIN 14011 versteht man unter dem Begriff Brand ein nicht unsachgemäßes Brennen, das sich unkontrolliert ausbreiten kann.

Da Sachversicherer im vorbeugenden Brandschutz ebenfalls eine gewichtete Rolle spielen, stellen wir Ihnen als Hinweis die Definition der Versicherer zur Verfügung: „Feuer, das ohne bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag (Schadenfeuer)“.

Das Feuerdreieck

Das Feuerdreieck

Was ist Feuer?

Feuer ist einfach betrachtet ein chemischer Prozess. Der chemische Prozess „die Verbrennung“ wird auch Oxidationsvorgang genannt. Bei einem Feuer entstehen zusätzlich zum chemischen Prozess noch Abfallprodukte wie Licht oder Wärme.

Bei der Verbrennung selbst verbinden sich verschiedene Elemente. Zwei dieser Elemente sind der Brandstoff und Sauerstoff. Die Verbindung der beiden Elemente nennt man Oxide. Nicht oxidierbare Anteile bleiben als Asche zurück.

Wie entsteht Feuer?

Damit ein Feuer entsteht, benötigt es verschieden Elemente im richtigen Mengenverhältnis.
Die Elemente sind Sauerstoff + Wärme + Brennstoff + Zündenergie = Feuer / Brand
Ein wichtiges Element ist die Zündenergie. Allerdings ist die Zündenergie meist gehemmt und benötigt noch einen Schubs. Ist dieser Schubs erfolgt, kommt es zu einer Zündung. Sobald die Mindestzündenergie überschritten ist, fängt der Brennstoff (z. B. Pappe, Holz, Benzin, Speisefett uvm.) anzubrennen. Die Grafik „Das Feuerdreieck“ zeigt Ihnen auf einen Blick die notwendigen Elemente für ein Feuer.

Das Phänomen der Selbstentzündung

Abschließend gibt es noch ein Phänomen, dass den Grundprinzipien des Feuerdreieckes nicht folgt. Die Selbstentzündung ist per Definition eine spontane Selbstentzündung eines Stoffes. Dies geschieht nicht plötzlich, sondern es geht in der Regel eine Selbsterwärmung voraus.
Die Selbsterwärmung basiert auf zwei Ursachen. Die erste Ursache sind meist biologische, chemische und physikalische Prozesse innerhalb Stoffes oder Stoffverbindung zurückzuführen. Gerne wird in diesem Zusammenhang auch von einem Wärmestau gesprochen. Kann nicht ausreichend Wärme abgeführt werden, entzündet der Brennstoff je nach Zündtemperatur. So haben z. B. Holzspäne, Stäube oder leicht entzündliche Öle geringe Zündtemperaturen. Die zweite Ursache ist auf Brennstoffe zurückzuführen, die bei Raumtemperatur keine gehemmte Verbrennungsreaktion vorweisen. Bei diesen Stoffen ist besondere Vorsicht geboten. Oft handelt es sich hierbei um metallorganische Verbindungen. So gehören Phosphor und fein zerspante Metalle dazu. Wenn Sie mit solchen Produkten arbeiten, beachten Sie bitte zwingend die Datenblätter der Hersteller. Auf diesen Datenblättern finden Sie alle Informationen, insbesondere erforderliche Maßnahmen für Arbeitsschutz und Brandschutz.

Trotz aller Maßnahmen entsteht ein Feuer

Alle Maßnahmen sind baulich, technisch und organisatorisch getroffen und doch passiert das unerwartete. Es brennt und ein Feuer entsteht. Die nebenstehende Abbildung zeigt den Verlauf eines Brandes. In welcher Geschwindigkeit ein Feuer die einzelnen Phasen erreicht, hängt von den Umständen, der Brennstoffe und der Situation ab. Bedenken Sie immer: „Es ist immer ein Kampf gegen die Zeit“.
Sie haben das Gefühl noch mehr tun zu wollen, um ein Feuer zu verhindern? Sie benötigen einen Partner, der Ihnen hilft, alles zu sortieren und kostengünstige und trotzdem zielführende Maßnahmen zu erarbeiten. Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir helfen Ihnen gerne.